Bernhardskirche Holzbronn

Porta portat – cor magis
Die Tür steht offen,
das Herz noch mehr.
Weisheit der Zisterzienser


Herzlich willkommen in der Bernhardskirche, die 1907/1908 errichtet wurde.

Architekt Heinrich Dolmetsch kombinierte in kreativer Weise die Kirche mit den Gemeinderäumen 
und dem Pfarrhaus.
Diese Verbindung, die Stellung und die Gestaltung des Turmes sowie die Gestaltung der 
blaugrüntönigen Gläser der Kirchenfenster verweisen auf die spielerische Kraft des Jugendstils.

Die Tiere in den Fenstern stammen aus dem natürlichen Umfeld und haben zugleich eine
symbolische Bedeutung: 

das Eichhörnchen steht für Fleiß und teuflische Umtriebe, 
der Rabe für Klugheit und Unglück, 
der Hase für Fruchtbarkeit und Feigheit, 
die Eule für Weisheit und das Unheil der Nacht.


Das jetzige Gotteshaus enthält noch barocke Bildtafeln im Kircheninneren aus einer Vorgängerkirche. 

1972/73 griff in eine grundlegende Modernisierung in die Innengestaltung des Jahres 1907/08
vor allem im Altarbereich ein.

2006 musste das Innere der Kirche erneut renoviert werden. 
Der anfängliche Terrazzoboden konnte freigelegt werden, der ursprüngliche Jugendstilaltar und das 
Taufbecken konnten ihre angestammten Plätze wieder einnehmen.


Das neu renovierte Innere, insbesondere der Chorraum und die Wände, wurde 
behutsam in den vom Architekten Heinrich Dolmetsch intendierten Zustand zurückgeführt.
Es harmoniert mit dem von Professor Yelin 1972 gestalteten goldenen Kreuz an der Chorwand 
sowie mit den Kirchenbänken aus der Erbauungszeit und den verspielten Kirchenfenstern.




Die Kirche wurde nach einem bedeutenden Reformer des Zisterzienserordens benannt:
Bernhard von Clairvaux (1090 – 1153), der nicht müde wurde zu betonen:

„Bist du nicht jedem fremd,
wenn du dir selber fremd bist?
Denke also daran:
Gönne dich dir selbst.
Ich sage nicht:
Tu das immer, aber ich sage:
Sei wie für alle anderen
auch für Dich selbst da.