Restaurierung der historischen Glockenanlage unserer Martinskirche

 

Wohl vertraut und eigentlich doch ganz selbstverständlich gehört das Geläut der Kirchenglocken zu unserem alltäglichen Leben. Es ruft uns zum sonntäglichen Gottesdienst, umrahmt unsere besonderen Festtage, begleitet uns in schweren Stunden des Abschiednehmens und versieht nicht zuletzt als akustisches Signal der Kirchenuhr Tag um Tag treue Dienste.

 

Mechanische Abnutzungserscheinungen bleiben da nicht aus. Auf Basis eines Gutachtens des Glockensachverständen der Landeskirche Stuttgart, Klaus Huber, hat sich der Kirchengemeinderat daher entschlossen, eine umfassende Restaurierung der Glockenanlage sowie der Glocken vornehmen zu lassen.

 

 

Zeitpunkt und Dauer der Renovierung:

Am 02. Mai 2011 wurden die beiden historischen Glocken von 1505 und 1525 von zwei Monteuren der Fa. Perrot unter tatkräftiger Unterstützung von Gerhard Roller, Otto Härdter und Fritz Schmid aus ihren Jochen gehoben und zum Abtransport auf dem Turm bereitgestellt.

 

Da die „Osanna“, dienstälteste und zugleich größte Glocke unserer Martinskirche aufgrund ihres Durchmessers von 112 cm nicht durch den Schallladen des Turms passte, musste die Öffnung des Schalladens für die Restaurierung erweitert werden. Als man den Turm der einstigen Wehrkirche nach dem Aufhängen der Glocke  „quasi um die Osanna herum“ verändert hat, hat man an eine Glockenrestaurierung wohl noch nicht denken mögen.

 

Am 03. Mai 2011 Punkt 8.00 Uhr war es dann soweit: die beiden Glocken wurden in einer Zeit von nur rd. 35 Minuten mit einem Autokran der Fa. Grossmann ohne Probleme aus dem Turm gehoben (she. Video unten).
Die Fa. Helmut Blaich aus Stammheim brachte die kostbare Fracht anschließend sicher ins Glockenschweißwerk nach Nördlingen.

 

Für die Restaurierung muss mit einem Zeitraum von ungefähr drei Monaten gerechnet werden. Die beiden Glocken sind am Schlagring so weit ausgeschlagen, dass sie durch Aufschweißen runderneuert werden müssen. Nur so kann ein Reißen der Glocken dauerhaft verhindert werden.

 

Lediglich die jüngste unserer Glocken, die Martinsglocke von 1953 verbleibt während der Zeit der Restaurierung auf dem Turm. Gemeinsam ist jedoch allen drei Glocken, dass sie neue Rundballenklöppel aus weicherem Schmiedestahl erhalten werden, um die Abnutzungserscheinungen zu reduzieren.

 

Auch die historischen Eichenholzjoche aller drei Glocken müssen überarbeitet werden. Die ebenfalls in die Jahre gekommene Schaltanlage unserer Kirchenuhr wird in diesem Zug durch eine neue Zeitschalt- und Läuteanlage ersetzt werden.

 

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